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Über mich

Angelika Schützinger (vormals Härle).

Geb. 1957, Studium an der evang. Fachhochschule für soziale Arbeit in Reutlingen mit dem Schwerpunkt  in Erwachsenenbildung, Psychologie und Theologie,                                                  Aus- und Fortbildung in TaiChi, Reiki und anderen asiatischen Körperentspannungs- und Energiearbeiten, ca. 60 geleitete TaiChi - Kurse an der VHS Reutlingen und Nürtingen,
Fortbildung in Theaterpädagogik und Clownausbildung bei Clowns-im-Dienst in Tübingen,     Seit 1999 selbständige Tätigkeit als Clownin in Institutionen mit künstlerisch-pädagogisch-   therapeutischer Interaktion bei Kindern und Erwachsenen,
Clownreisen mit Patch Adams nach Russland ( 1999 ) und China ( 2000 ),
In 2003 Prüfung vor dem Gesundheitsamt in München zum Heilpraktiker in Psychotherapie,
In 2008 Abschluss einer fünf jährigen Weiterbildung in therapeutischer Psychosynthese,
Seit 2003 Clownausbilderin, Supervision, Begleitung und Fortbildung der Clowngruppe beim ambulanten Kinderhospizdienst in Kirchheim/Teck,
Vorträge, Workshops und Seminare im Bereich Gesundheit (TaiChi), Theater (Clown) und Psychologie als Referentin, Dozentin und Lehrbeauftragte,                                                                  Seit Januar 2009 therapeutische Mitarbeiterin im Zentrum Ganzheiltlich Heilen in Nürtingen.




Zeitungsartikel in Nürtinger Zeitung vom 02.12.2009


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Bild: Nürtinger Zeitung Logo

02.12.2009: Ein Clown verliert nie den Mut

Die Mutmacher: Angelika Härle arbeitet als Clownin und hat Ehrenamtliche des Kinderhospizdienstes Kirchheim ausgebildet

Seit zehn Jahren gibt es den Kinderhospizdienst der Katholischen Gesamtkirchengemeinde und der Malteser in Kirchheim. Ehrenamtlich werden Familien begleitet, in denen Kinder mit dem Tod konfrontiert werden. Das Sprechen über den drohenden Tod ist nicht einfach. Manchmal braucht es einer besonderen Sprache. Beispielsweise der von Angelika Härle. Sie ist Clownin.


VON CHRISTA ANSEL

SCHLAITDORF. Angelika Härles berufliche Ambitionen sind vielschichtig. In Nürtingen betätigt sich die Frau als Heilpraktikerin in Psychotherapie, psychologischer Beratung (Psychosynthese), Krisenintervention, Tai Chi oder Reiki. Und Angelika Härle, die in Schlaitdorf zu Hause ist, ist Clownin. Ein Beruf, eine Berufung? Auf alle Fälle ein Weg, in extremen, in schwierigen Situationen für Leichtigkeit, für Lebendigkeit zu sorgen. Für eine kurze Zeit Raum zu schaffen, der neuen Lebensmut, der Lachen zulässt.

Wer Angelika Härle kennenlernt, spürt schnell, hier ist eine Frau ganz intensiv dabei, ihren eigenen Weg zu gehen. Einen Weg, den sie mit offenem Ohr für die Sorgen und Nöte anderer beschreitet. Begleitet wird sie von der Neugierde, was ihr selbst auf diesem Weg wohl begegnen mag.

Der Clown als magische Figur, als jemand, der stolpert und scheitert und doch immer wieder aufsteht, findet auch in der Arbeit des Kinderhospiz seinen Einsatz. Angelika Härle hat Gruppen von Ehrenamtlichen des Kirchheimer Kinderhospizdienstes ausgebildet für diesen ungewöhnlichen Einsatz. Kürzlich wurden diese Männer und Frauen dafür mit dem Caritas-Preis 2009 ausgezeichnet.

Angelika Härle hat Sozialpädagogik studiert, hat über eine Dozentin eher zufällig Kontakt mit der Theaterarbeit, mit der Arbeit von Clowns bekommen, hat sich in Seminaren intensiv damit auseinander gesetzt und arbeitet heute als Clownin mit großen und kleinen Menschen. Ihr Studium hat Angelika Härle mit dem Diplom abgeschlossen. Die Diplomarbeit schrieb sie zum Thema "Clown als Medium zwischen Fantasie und Wirklichkeit". Seit 1999 betätigt sich die engagierte Frau selbst als Clownin, gehört der Gruppe "Clowns im Dienst" an, die ihren Schwerpunkt im Tübinger und Reutlinger Raum hat.

Angelika Härle hat bei ihren therapeutischen Clownbesuchen der Tübinger Universitätsklinik für Kinderheilkunde viele Erfahrungen im Umgang mit schwerkranken, mit sterbenden Kindern gemacht. Viele dieser Begegnungen haben Angelika Härle tief berührt und bereichert. Sie erinnert sich an ein schwerkrankes Mädchen, das sie über Monate besucht haben und mit dem gemeinsam sie immer gern gesungen haben. Vor allem das Lied "Schön ist es auf der Welt zu sein". Kurz vor ihrem Tod, als Sprachlosigkeit den Raum beherrschte, hat der Wunsch des Mädchens, nocheinmal dieses Lied zu singen, für einen ganz tiefen Moment gesorgt  und eben gezeigt, "der Mensch lebt, bis er stirbt", ist bis zuletzt offen für Freude, Liebe, Leichtigkeit.... Das zu spüren tut gut, auch denen, die Abschied nehmen müssen.

Für Angelika Härle war es ein Anliegen, ihre Erfahrungen als Clownin an andere weiterzugeben, beispielsweise im Rahmen der Kirchheimer Kinderhospizarbeit. Bundesweit ist diese Gruppierung eine der wenigen, die das Angebot eines Clown-Besuchs zu Hause bei den Familien bereithält.

Aber nicht nur Kinder reagieren auf den Besuch eines Clowns positiv. Auch alte, verwirrte Menschen tun dies. Der Schwerpunkt von Angelika Härles persönlichen Einsätzen gilt heute vor allem den Menschen in Seniorenzentren und Pflegeheimen, den Patienten von gerontopsychiatrischen Kliniken.

Was muss ein Mensch mitbringen, will er sich zum Clown ausbilden lassen? Da gibt es kein Patentrezept, meint Angelika Härle. Ganz sicher aber muss der Mensch authentisch sein können, muss sich auf sein Gegenüber sensibel einstellen können und bereit sein, jede Form von Gedanken aufzugreifen, das "verrückt sein" positiv zu sehen.

Wofür steht ein Clown? Angelika Härle hat die Antworten parat. Ein Clown kann aufmuntern, die Ansprüche zurückzuschrauben, ein Clown steht dafür, auch mal Fehler machen zu dürfen, zu scheitern. Und ein Clown mit seinem Spiel Mut, wieder aufzustehen, weiterzumachen, Neues auszuprobieren. Ganz so, wie Angelika Härle dies in ihrem eigenen Leben immer wieder selbst gelebt hat.

Clown Pepsi oder Clown Lavendel sind also kaum zu trennen von Angelika Härle, die von dem, was sie tut, überzeugt ist. Und, meint die ungewöhnliche Frau im Gespräch mit der Redaktion, "wir haben ein großes Interesse daran, dass unsere Ideen geklaut werden" und meint damit die Einsätze von Clowns ins verschiedenen Bereichen sowie Kooperationen mit Clowngruppen.

Wer sich dafür interessiert, findet Informationen im Internet unter der Adresse www.AngelikaHaerle.de und unter www.clowns-im-dienst.de.

Angelika Schützinger im Einsatz: Staunen können, sich freuen können wie ein Kind - das tut Kranken gut. 

Foto: privat
Photo: Angelika Härle im Einsatz



 

Angelika Schützinger - Heilpraktikerin (Psychotherapie)  |  AngelikaHaerle@gmx.de